Angst verlassen zu werden? Was wirklich dahinter steckt

Wenn du in dir die Angst verspürst, von deinem Partner bzw. deiner Partnerin verlassen zu werden, solltest du dies auf jeden Fall ernst nehmen. In den meisten Fällen geht es nicht darum, dass dein Partner tatsächlich vorhat zu gehen, sondern es ist ein irrationales Gefühl, eine Angst davor, was sein könnte.
Eigentlich ist alles in Ordnung in eurer Beziehung. Dein Partner liebt dich, ihr habt ein gutes Leben. Aber da ist dieses komische Gefühl, diese Stimme in deinem Inneren, die die Angst schürt. Die Angst, nicht gut genug zu sein, zu langweilig, nicht schön genug, etwas falsch zu machen oder einfach Angst davor, dass der Partner dich nicht mehr liebt. Kurz: die Angst verlassen zu werden.
Diese Angst hat Einfluss auf alle Aspekte in deinem Leben. Die Folge ist ein großer Verlust an Lebensqualität und Freude. Und im schlimmsten Fall kann es auch tatsächlich das Ende der Beziehung bedeuten. Denn aus deiner Angst heraus entsteht ja auch ein gewisses Verhaltensmuster oder Reaktionen in Situationen, die für die bedrohlich wirken. So hinterlässt es natürlich auch Spuren bei der Person, die du liebst.

Die Folgen

Angst bringt dich in eine Abwärtsspirale. Das Leben mit Angst kann auch depressiv machen. Du fühlst dich unsicher, bist ständig am Zweifeln und kämpfst mit dem Misstrauen. Das wirkt sich garantiert auch auf die Qualität deiner Beziehung aus.
Sicher kennst du den Begriff der sich selbsterfüllenden Prophezeiung. Diese besagt im Prinzip nichts Anderes als, dass das, was wir befürchten oder erwarten, tatsächlich eintritt.
Deshalb ist es gut und richtig, dass du dich deiner Angst stellst und sie überwindest. Es ist ein erster Schritt, und wahrscheinlich ist es nicht leicht für dich. Aber wenn du über deine Angst hinauswächst, wirst du dich sehr befreit fühlen.
Und nicht zu vergessen. Wenn du ohne Angst bist, wenn du zufrieden und ausgeglichen bist, hast du eine andere Ausstrahlung. Es erhöht deine Attraktivität und dein Selbstbewusstsein. Es lässt dich entspannt und gelassen mit vielem umgehen. Das wiederum ist auch für deinen Partner bzw. deine Partnerin sehr entspannt.

Woher kommt die Angst?

Wieso haben manche Menschen solche Angst davor, verlassen zu werden und andere sind in dieser Beziehung völlig tiefenentspannt? Mit Sicherheit liegen die Wurzeln dafür in der Vergangenheit. Wenn du keine offensichtliche Erklärung dafür hast, denke einmal darüber nach. In welchen Situationen in deinem Leben war das bisher so? Wann überkommt dich diese Angst?
Oft gibt es Ereignisse in der Kindheit, die Narben hinterlassen. Der Tod eines Elternteils, die Scheidung der Eltern, mangelnde Zuwendung – die Ursachen können sehr vielfältig sein.
Dies ist nur ein Denkanstoß an dich, einmal zu überlegen, warum du so reagierst. Oft ist es so, dass wir in der Kindheit auf Grund von schmerzhaften Erfahrungen bestimmte Muster entwickeln. Es muss nichts Dramatisches sein. Ein Kind sieht die Welt noch nicht mit den Augen eines Erwachsenen und beurteilt Situationen deswegen auch nicht wie ein Erwachsener. Oft merken wir erst viel später, was da tief in uns verankert ist.

Wie zeigt sich deine Angst?

Menschen, die unter der Angst verlassen zu werden, leiden, sind oft misstrauisch und neigen zu Eifersucht. Sie möchten den Partner gerne kontrollieren und wollen immer genau wissen, was er tut, wo er ist, mit wem er gesprochen hat und so weiter. Mit blinden Flecken können sie nicht gut umgehen.
Kommt der Partner zum Beispiel später als gewöhnlich nach Hause, geht sofort das Gedankenkino los. Die tiefsitzende Angst löst Panik aus, und der Verstand sucht nach Gründen. Alle Handlungen und Reaktionen des Partners werden persönlich genommen und auf sich selbst bezogen. Kennst du das?
Beantworte einmal folgende Fragen für dich und schaue, wo deine Stresspunkte liegen:

  • Wie reagierst du auf deinen Partner?
  • Wie gehst du mit ihm um?
  • Wie erlebst du den Alltag mit ihm?
  • Wie beurteilst du eure Beziehung?
  • Welche Situationen lösen bei dir die Angst aus?
  • Menschen, die Angst davor haben verlassen zu werden, reagieren auf unterschiedliche Art und Weise in ihrer Beziehung:

    1. Der Kontrolleur. Der Kontrolleur verbirgt seine Angst und will sie nicht wahrhaben (fühlen). Deshalb muss er alles im Leben unter Kontrolle haben. Auch den Partner. Er scheut auch nicht davor zurück, in die Privatsphäre des Partners einzudringen und zum Beispiel Taschen zu durchsuchen oder die Nachrichten des Partners zu lesen. Er hat seine Angst nur im Griff, wenn er das vermeintliche Gefühl der Kontrolle hat.

    2. Der Unterwürfige. Der Unterwürfige lebt permanent in seiner Angst. Es ist das ohnmächtige Gefühl, die Dinge nicht kontrollieren zu können, ausgeliefert zu sein. Er versucht, immer lieb zu sein, in der Hoffnung, alles richtig zu machen, und so dem Partner zu gefallen und ihn behalten zu können. Er möchte brav sein und glaubt, wenn er alles tut, was der Partner (vermeintlich) möchte, geliebt zu werden. Der Unterwürfige begibt sich ständig in die Opferrolle.

    Egal in welche Richtung dein Verhalten tendiert, es ist je nach Ausprägung für einen Partner sehr schwer, damit umzugehen. Denn wer möchte schon permanent kontrolliert werden und sich für jede Kleinigkeit rechtfertigen müssen? Wer kann es aushalten, wenn der andere Partner dauerhaft misstrauisch ist. Eine gesunde Partnerschaft funktioniert auf Augenhöhe und beruht auf gegenseitigem Vertrauen.

    Angst vom Partner verlassen zu werden

    Was du dagegen tun kannst

    Sicherlich kannst du nicht einfach mit dem Finger schnippen und alles ist gut. Es ist ein Lernprozess. Und du brauchst etwas Geduld. Deine Ängste werden nicht von heute auf morgen verschwinden.
    Du kannst jedoch viel für dich tun. Kümmere dich um dich selbst. Tu Dinge die dir guttun. Sorge dafür, dass du dich selber liebst. Versuche Situationen zu schaffen, in denen du dich auch ohne deinen Partner wohl fühlst. Geh mit Freundinnen zum Yoga oder in die Sauna. Suche dir eine Sportart, lerne eine neue Sprache, engagiere dich im sozialen Bereich. Tu, was auch immer dir Freude macht. Finde Dinge, die außerhalb deiner Partnerschaft liegen und dich fordern.
    Ein weiterer Schritt, sich mit seiner Angst auseinander zu setzen, ist das Worst-Case- Szenario.
    Was kann im schlimmsten Fall passieren?
    Wie sieht dein persönlicher Worst-Case aus?
    Wie fühlt sich das an?
    Und die entscheidende Frage ist, was würde dann passieren? Hätte es nur Nachteile oder könnte daraus eine Chance entstehen?
    Diese Fragen für dich zu beantworten, kann dir helfen, der Angst etwas den Schrecken zu nehmen. Wir fürchten uns schon als Kinder immer nur vor den Monstern im Dunkeln. Im Hellen können sie uns nichts mehr anhaben.
    Die nächste Frage lautet: Besteht tatsächlich ein aktueller Anlass oder ist das immer nur ein diffuses Gefühl?
    Du solltest die Möglichkeit nutzen, dich in jeder Situation, in der Angst hochkommt, hinzusetzen und zu versuchen, das Ganze einmal möglichst neutral zu betrachten. Im nächsten Schritt solltest du überlegen, welche Alternativen es noch geben könnte. So kannst du Schritt für Schritt lernen, deine negativen Gedanken, in eine andere, konstruktivere Richtung zu lenken.

    Schau dir die beiden Beispiele an:

    Beispiel 1: Dein Partner hat schlechte Laune und redet das ganze Wochenende nicht (viel) mit dir und zieht sich zurück.
    1. Du denkst, du bist schuld daran oder es hat irgendetwas mit dir zu tun. Das löst die Angst aus, dass er dich nicht mehr liebt oder ablehnt.
    2. Du denkst, dass er eine wirklich harte Woche hatte und er wahrscheinlich durch den Job so gestresst ist. Wenn du an seiner Stelle wärst, würdest du jetzt wahrscheinlich auch muffeln. Da das ganze nichts mit dir zu tun hat, machst du einfach dein Ding und versuchst ihn aufzuheitern.
    3. Seine schlechte Laune hat keinen für dich erkennbaren Grund. Du fragst ihn, er will nicht reden. Dann lässt du ihn. Wir alle haben ab und an unsere Tage. Es ist kein Problem für dich, das zu akzeptieren, da es nichts mir dir zu tun hat.

    Beispiel 2: Er hat sich in einem Verein angemeldet und kommt nun zweimal die Woche immer erst abends spät nach Hause.
    1. Aktivitäten außer Haus, und dann noch ohne dich, lösen dein tiefstes Misstrauen aus. Wer oder was steckt dahinter? Will er nicht mehr seine ganze freie Zeit mit dir verbringen? Liebt er dich etwa nicht mehr? Will der dich etwa verlassen?
    2. Du freust dich, dass er endlich nicht mehr nur darüber redet, in einen Verein zu gehen, sondern es endlich tut. Du weißt, dass ihm der Ausgleich guttun wird und du unterstützt ihn.
    3. Du freust dich, dass du zwei Abende alleine bist und lädst sofort deine Mädels ein, um einen Frauenabend zu veranstalten.

    Du siehst, egal was passiert, du hast immer Alternativen. Alternativen, sowohl was deine Gedanken und auch deine Gefühle betrifft. Sie sind nicht Gott gegeben. Du hast die Kontrolle über deine Gedanken. Also hinterfrage sie. Überlege dir Alternativen. Prüfe, ob deine Gedanken wirklich auf Fakten beruhen oder ob du dich aufgrund gemachter Erfahrungen in der Vergangenheit in etwas hineinsteigerst.
    Gedanken müssen nicht wahr sein. Unser Verstand gibt uns freie Auswahl mit dem was wir denken. Das kann also der größte Quatsch sein, oder tiefgreifende Erkenntnis. Das solltest du dir immer vor Augen halten.
    Und last but not least: Sprich mit deinem Partner über deine Ängste. Kommunikation ist enorm wichtig in einer Beziehung. Lass ihn nicht raten oder spekulieren, was mit dir los ist. Vermeide Missverständnisse und lass dich von ihm unterstützen. Wenn er weiß, was in dir vorgeht, kann er besser damit umgehen. Und vielleicht kann er dir sogar dabei helfen, dieses Gespenst „Angst, verlassen zu werden“ aus deinem Leben zu verbannen.
    Mit ihm reden bedeutet jedoch nicht, dass du ihm Vorwürfe machen sollst, was er alles falsch macht. Bleib bei dir. Er ist nicht schuld an deinen Ängsten. Erzähle ihm, was in dir vor geht und welche Filme in dir ablaufen, wenn ihr zum Beispiel streitet oder wenn er nicht pünktlich nach Hause kommt. Versuche ihm zu erklären, dass du ihn sehr liebst, es dir aber schwer fällt zu vertrauen und loszulassen.
    Wenn du deine Angst nicht alleine in den Griff bekommen kannst, gibt es immer noch die Möglichkeit zu einer Therapie. Das ist keine Schande. Ganz im Gegenteil. Du solltest es dir wert sein. Es kann gut sein, dass du über deine Angst besser mit jemandem reden kannst, der dir nicht nahe steht, der unvoreingenommen mit dir die Themen angeht.

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